Das Robert Koch-Institut: Wächter der öffentlichen Gesundheit
Shownotes
Viele Menschen kennen das Robert Koch-Institut (RKI) noch aus der Corona-Pandemie. Doch welche vielfältigen Aufgaben das RKI erfüllt, wissen nur wenige. In der neuen Folge des IGeL-Podcast beleuchtet der IGeL-Monitor gemeinsam mit RKI-Präsident Lars Schaade eine der zentralen Institutionen im deutschen Gesundheitswesen.
Schaade stellt Bereiche vor, in denen das RKI für die öffentliche Gesundheit tätig ist, und erläutert, wie es sich von anderen Institutionen etwa dem noch neuen Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) unterscheidet. Der gelernte Mediziner erklärt, warum das RKI seit 2019 verstärkt im Ausland wirkt und wie das Institut mit seinen rund 1.500 Mitarbeitenden den Folgen der heraufziehenden Klimakatstrophe begegnet.
Zudem wirft Schaade einen Blick zurück auf die Corona-Pandemie: Wie arbeitet das RKI diese enorme Herausforderung für die öffentliche Gesundheit auf, um für das nächste Mal besser gewappnet zu sein, und warum kann das RKI künftig schneller reagieren als noch während der Pandemie?
Schaade leitet das Robert Koch-Institut seit Oktober 2023. Er ist Facharzt für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, für das Fach Medizinische Mikrobiologie und Virologie habilitiert und Honorarprofessor an der Charité.
Zu Gast in dieser Folge:
Prof. Dr. Lars Schaade, Präsident, Robert Koch-Institut
Webseite Robert Koch-Institut:
https://www.rki.de/
Gesundheitsberichterstattung des RKI:
https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitsberichterstattung/gesundheitsberichterstattung-node.html
Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.
Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo und willkommen zur neuen Folge des Igel-Podcast, dem Podcast für eure Gesundheit, Selbstzahlerleistungen und evidenzbasierte Medizin.
00:00:35: Mein Name ist Markus Anhäuser.
00:00:38: Wir stellen in diesem Podcast immer wieder auch wichtige Institutionen des Gesundheitsbereichs vor Und eine der wichtigsten ist wahrscheinlich das Robert Koch Institut.
00:00:47: Spätestens mit der Corona-Pandemie wusste jeder, dass es diese Institution gibt und dass sie wichtige Informationen liefert.
00:00:53: Die meisten erinnern sich wahrscheinlich noch an die Stimme.
00:00:56: Sie
00:00:56: können sicher sein, dass alle Menschen, die sich mit dieser Pandemie ernsthaft fachlich beschäftigen und diese Werte erhalten beziehungsweise errechnen und monitorn, dass die natürlich auch die anderen Werte im Kopf haben.
00:01:13: Ich sehe das natürlich auch so, dass man nicht bis zum letzten Moment
00:01:16: war.
00:01:16: Lothar Wieler war Präsident des RKI während der Pandemiejahre und hat uns in aller Ruhe und Professionalität versucht die Lage an der Corona-Front zu erklären.
00:01:26: Bis zum thirtiesigsten März, zwei tausenddreiundzwanzig, als er das Amt abgab und der Vizepräsident Lars Schade erst komisarisch und dann im Oktober zwanzig dreinzwanziger ganz offiziell den neue Präsident wurde.
00:01:39: Auch an seine Stimme wird sich der ein oder andere noch erinnern.
00:01:42: Sehr geehrte Damen und Herren, die Fallzahlenscheidung wendt nicht mehr so rasant anzusteigen.
00:01:47: Das ist erst mal eine gute Nachricht!
00:01:49: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bewegt sich seit einigen Tagen etwas über einhundertzehn Jahre.
00:01:53: Lars
00:01:54: Schade, Jahrgang in den Sechsten-Sechten ist seit rund drei Jahren Präsident des Robert-Koch-Instituts in Berlin.
00:02:00: Am RKI arbeitet er aber schon seit zehntausendzehn.
00:02:03: Ich bin von Haus aus Arzt, habe einen Facharzt für Mikrobiologie Infektionsepidemiologie und bin früher auch selbst in der Forschung und Krankenversorgung tätig gewesen, an den Universitäten Göttingen und auch in Aachen.
00:02:18: Da kommt man natürlich, wenn man sich mit Mikrobiologie beschäftigt, immer gleich.
00:02:24: von der individuellen Patientenbetreuung und Behandlung gibt es eben immer Fragestellungen die mehr um Bevölkerungsgesundheit gehen.
00:02:31: Stichwort Hygiene.
00:02:33: Also da ist ja weniger der einzelne Mensch betroffen.
00:02:35: Natürlich ist er am Ende auch betroffen, aber die Maßnahmen zielen auf ganze Bevölkerungsgruppen zum Beispiel in der Krankenhaushygiene dann eben... Auf alle, die im Krankenhaus liegen.
00:02:44: und es gibt ja noch andere Bereiche der Hygiene Und ähnlich auch beim Impfen.
00:02:47: Impfen ist eine medizinische Maßnahme, die das Individuum schützt Aber die eben auch letztendlich ganze Bevölkerungskruppen schützten kann.
00:02:56: Das ist eben der Grund gewesen warum ich mich auch dafür interessiert habe Eben von der Individualmedizin etwas weiter zu gucken, nämlich auf die Bevölkerungsgesundheit.
00:03:07: Und in diesem Sinne glaube ich bin ich am Robert-Koch-Institut sehr gut
00:03:10: aufgehoben.".
00:03:11: Nach der Forschungszeit in Göttingen und Aachen war er in den Nullerjahren erst an Bundesgesundheitsministerium tätig im Bereich übertragbarer Krankheiten, AIDS oder solchen Hygiene – aber auch wenn er es dort bis zum Referatsleiter gebracht hatte, irgendwas fehlte.
00:03:28: nach einiger Zeit hier ans Robert-Koch-Institut zu gehen, weil eben hier noch mehr Wissenschaft ist als jetzt im Ministerium.
00:03:35: Also mehr Facharbeit und wissenschaftliche Arbeit – das hatte ich dann so ein bisschen vermisst in der Zwischenzeit.
00:03:40: So schieben wir am Ende die Position hier an dem Robert-koch-Institute.
00:03:44: Ich bin ja zunächst als Abteilungsleiter gekommen für den Bereich biologische Gefahren und biologischer Sicherheit.
00:03:50: Schieben wir eigentlich einen idealer Tätigkeitsort.
00:03:54: Schades idealer Tätigkeitsort, das Robert-Koch-Institut.
00:03:58: Es benannt nach einem der wichtigsten deutschen Mediziner, Mikrobiologen und Hygieniker.
00:04:03: Robert Koch ist einer der Pioniere der modernen Bakteriologie.
00:04:07: Ende des neunzehnten Jahrhunderts entdeckte er unter anderem den Milzbrand und den Tuberkulose Erreger Und er hielt fünf in Nobelpreis für Medizin.
00:04:16: Die zentrale des Robert-koch-Institute befindet sich seit dem jahr nineteen Hundert im gleichen Gebäude am Nordufer.
00:04:23: Damals war sie noch das Königlich-Präusische Institut für Infektionskrankheiten, wurde dann, Ninzehundert zwölf mit Robert Kochs Namen ergänzt.
00:04:30: Verlor nach dem Ersten Weltkrieg das Königeliche und hieß ab neunzehnundzwanzig dann einfach Robert Koch-Institut bis heute.
00:04:42: Unterstellt ist es der Bundesregierung also den Bundesministerium für Gesundheit von dem das RKI auch sein Budget bezieht.
00:04:49: da kommen wir später nochmal zu denn es ist eine sogenannte Resort Forschungsinstitution genau wie die physikalisch-technische Bundesanstalt oder das Bundesinstitut für Risikobewertung.
00:05:01: Und Aufgabe von Ressortforschungseinrichtungen ist es, gesundheitspolitische Vorhaben vorzubereiten durch Daten und Analyse aber dann eben auch zu begleiten.
00:05:12: also es hat schon eine enge Beziehung zur Politik dem Sinne dass es in sozusagen institutionalisierte Politikberatung ist wo
00:05:18: man sich das zunächst weitgehend aufs Gebiet beschränkte für das Robert Koch schon immer stand Infektionskrankheiten, also Erkrankungen die durch Bakterien und Viren ausgelöst werden.
00:05:29: Dazu zählen etwa Inzwischen sind doch noch andere Bereiche der öffentlichen Gesundheit dazugekommen.
00:05:54: Womit sich das Robert-Koch-Institut eben inhaltlich beschäftigt, ist es einmal die Überwachung von Infektionskrankheiten und auch die Bekämpfung.
00:06:01: Infektionskrankheiten aber nicht nur sondern eben auch nicht übertragbare Krankheiten sind seit mitten der neunziger Jahre mit in unserem Aufgabenbereich.
00:06:10: wir erfassen also wie gesund ist die Bevölkerung in Deutschland?
00:06:14: Wie stark ist der Anteil übergewichtiger, wie stark ist den Anteil von Personen mit Diabetes oder hohem Blutdruck?
00:06:20: Und das können die Faktoren sein.
00:06:21: Die solche Erkrankungen und solche Trends vor allen Dingen besonders wenn sie natürlich schneigende Trend sind beeinflussen.
00:06:28: Daraus kann man dann Schlussfolgerung auch erziehen.
00:06:31: Wie können wir das auch wieder zum positiven wenden?
00:06:33: also was sind mögliche Präventionsansätze?
00:06:36: diese mitzuentwickeln ist auch unsere Aufgabe.
00:06:38: Also zusammengefasst, die rund thousandfünfhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den fünf Standorten sammeln, analysieren und bewerten Gesundheitsdaten.
00:06:48: Und leiten daraus Schlussfolgerungen für die Gesundheitsentwicklung der Bevölkerung ab.
00:06:53: Seit Anfang des Zweitausender kommt da noch ein Spezialgebiet dazu das schadelange selbst geleitet hat – Die Bekämpfung von Bioterror.
00:07:01: gefahren!
00:07:02: Das ist endlich Abteilung ZBS, die wir dafür haben?
00:07:06: Nachweiserfahren für Bioterror, Konzepte wie man Anschläge mit bioterroristischen Erregern, Viren oder Toxinen bekämpfen könnte.
00:07:15: Ab
00:07:15: etwa Jahrzehnteinzehn weitete sich dann der Aktionsbereich des RKI weiter aus.
00:07:20: Denn seitdem hat es nicht mehr nur das eigene Land im Blick sondern gleich die globale Gesundheit was in einer globalisierten Welt in der Krankheitserreger innerhalb von Stunden von Kontinent zu Kontinent wandern können ganz sicher Sinn ergibt.
00:07:33: Es war zwar kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Dezember, aber auslöser war eine andere schwere Erkrankung, die man mit einem anderen Kontinent verbindet.
00:07:50: vielen Politikern auch nochmal deutlicher geworden, dass eben auch die Gesundheit der Personen außerhalb von Deutschland – also weltweit und mürcherweise weit weg dann doch über die Zeit einen Einfluss auf die Gesundkeit in Deutschland haben könnte.
00:08:04: Sodass wir dann eben auch den expliziten Auftrag bekommen haben mit der WHO und auch mit Bilateralen, mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten um dort eben auch Strukturen aufzubauen, die der Früherkennung von Ausbrüchen dienen oder der Bewältigung von ausbrüchern.
00:08:19: Also zum Beispiel dass eben dort eigene Labore vorhanden sind womit man auch erste Analysen machen kann und dann wenn jede Labore entsprechend etabliert sind auch Bestätigungsdiagnostik welches hierum immoragische Fieber haben wir denn hier?
00:08:32: Welchen Subtyp
00:08:33: usw.,
00:08:34: so dass sie dann eben zunehmend eigene Kapazitäten aufbauen.
00:08:38: das ist ein wichtiges Ziel von uns zahlt letztendlich auch dann auf die Gesundheit in Deutschland selbst ein.
00:08:44: Das
00:08:44: Thema öffentliche Gesundheit oder Public Health steht im Robert-Koch-Institut also ganz im Vordergrund, allerdings gibt es inzwischen eine andere Einrichtung, die das Thema sogar im Namen trägt – das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundtheit.
00:08:59: Das könnte auf den ersten Blick verwirren!
00:09:01: Ja,
00:09:01: dass Bundesinstitution für Öffnliche Gesundheit hat im Wesentlichen die Aufgabe Kommunikation zu machen... Das ist sozusagen das Institut, dass die gezielte Ansprache von Bevölkerungsgruppen und der Bevölkerung insgesamt zur Gesundheitskommunikation als Aufgabe hat.
00:09:20: Heißt Risiko-Kommunication aber auch Kommunikation mit dem Ziel letztendlich Verhaltensprävention zu erreichen.
00:09:28: Einfaches Beispiel diese Rauchkampagne, die jetzt gerade läuft rauchfreier Mai hängt doch an den Bahnhöfen haben sie vielleicht gesehen.
00:09:35: Das ist also eine Kampagne des Birk.
00:09:37: Damit hat es im Wesentlichen die Aufgaben, die früher die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereits hatte.
00:09:43: Da gibt's jetzt kleinere Anpassungen und das Ganze wird moderner aber die grobe Aufgabe ist letztendlich dieselbe geworden der Name ist etwas offenbar moderner gewählt als der alte Name.
00:09:56: Das ist aber im wesentlichen Und natürlich haben sie dann gerade auch noch was sexuelle und reproduktive Gesundheiten angeht.
00:10:03: Besondere Aufgaben sind ja nicht nur sozusagen ein Institut, das dem Bundesministerium für Gesundheit zuarbeitet, sondern eben auch den Familienministerium.
00:10:12: Und entsprechend sind die Themen dann in Teilen noch etwas
00:10:15: weitergefasst.".
00:10:16: Natürlich macht dort das RKI Kommunikation allerdings mehr in Richtung der Fachkreise – weniger an die Öffentlichkeit wie des BIYÖK.
00:10:24: Diese Gesundheitsberichterstattung präsentiert im Prinzip die Daten und Analysen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in jedem ihrer Bereiche sammeln und zusammenstellen auf verschiedensten Wegen.
00:10:35: Und zwar berichten wir zu einem erstmal unsere wissenschaftlichen Ergebnisse in wissenschaftliche Zeitschriften.
00:10:41: also wenn es mal gut läuft sind wir auch mal in Nature.
00:10:44: das ist man nicht jeden Tag aber das kennen ja viele gibt sehr viele wissenschaftlich Zeitschriften wo man dann eben seine Arbeiten publizieren kann.
00:10:52: Wir bereiten die aber in der Regel auch immer auf, so dass es auch deutschsprachig zur Verfügung ist.
00:10:57: Dafür gibt's wiederum auch verschiedene Formate.
00:10:59: wir zum Beispiel haben im Haus selbst das epidemiologische Benutton und für die schnelle Kommunikation da ist.
00:11:05: Wir haben das Journal of Health Monitoring.
00:11:07: was wir herausgeben Und ja sind ja jetzt sehr sitzt der Redaktion des Bundesgesundheitsplatzes Da kann man eben auch publizieren oder eben auch in Form von Berichten die dann ins Internet gestellt werden Oder auch den Förderern Oft ist es eine Projektförderung zur Verfügung gestellt werden.
00:11:25: Und die Gesundheitsberichterstattung ist ja davon abgesehen, kontinuierlicher Prozess darauf abzielt ein Bericht zu erstellen der auf unseren eigenen Daten beruht aber nicht nur auf unsere eigenen Daten dazu gucken weil im Grunde auch noch was ist sonst noch so zu dem Thema vorhanden in Deutschland?
00:11:43: oftmals muss man auch ins Ausland gucken um da Informationen zu bekommen und das wird dann zusammengefasst Berichterstattung in sogenannten GBR-Heften, zum Beispiel.
00:11:55: Aber eben auch jetzt, bis zu den Portal zur Gesundheitsberichterstattern, wo es wesentliche Indikatoren sind.
00:12:02: Es gibt also verschiedene Formate und grundsätzlich betrifft das natürlich vor allen Dingen die großen Volkskrankheiten.
00:12:10: Also Herzkreislaufkrankheiten, Atemwichskrankheiten, auch chronische Atemwinkelkrankigkeiten nicht nur Infektionskrankkeiten Aber eben auch gibt es durchaus Gesundheitsberichterstattung.
00:12:21: Auch zu anderen infektiologischen Themen, also zum Beispiel zur Antibiotikaresistenz zu bestimmten Erregern, gibt es Hälfte oder zur Hepatitis so dass es schon recht umfassend ist und es auch Schwerpunkte immer wiedergibt.
00:12:34: aber auch was die großen Volkskrankheiten angeht eine kontinuierliche Berichterstätzung.
00:12:54: Das RKI ist dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt und wird von diesem auch bezahlt.
00:13:00: das hatten wir schon.
00:13:01: Und da stellt sich natürlich die Frage, wie unabhängig kann eine solche Institution eigentlich sein?
00:13:07: Ganz wichtiger Punkt.
00:13:08: Also wir bekommen das meiste unseres Geldes vom Bundesministerium für Gesundheit unser Budget und ungefähr ich sag mal so zwischen neun und zehn Prozent.
00:13:17: vielleicht werden wir auch noch ein durch Forschungsfördernde Institutionen also andere Bundesministerien wie zum Beispiel das Forschungsministerium oder auch die DFG oder EU usw.
00:13:30: Also wir haben schon auch noch anderes Geld, aber das Hauptgeld kommt natürlich sozusagen uns als Budget zugewiesen vom Bundesministerium für Gesundheit.
00:13:39: Und klar die können auch sagen dann den und den Punkt oder den und dem Bereich, denen wollen wir jetzt stärker mit Geld versorgen oder weniger starken mit Geldversorgung.
00:13:47: Aber wenn man mal ehrlich ist gilt es auch für die universitäre Forschung ja auch da kommt das Geld ja am Ende von vom Staat und auch da sehe ich grundsätzlich die Möglichkeit durch Finanzierungsflüsse, bestimmte Forschungszweige zu fördern oder eben auch nicht so zu fördern oder austrocknen zu lassen.
00:14:07: Also das gibt es da auch und ich glaube dass ist insgesamt natürlich wert ist darüber zu diskutieren wie man da auch sage ich mal gewisse Sicherungsmechanismen einbauen kann.
00:14:18: ja aber das gilt eben nicht nur für die Ressortforschungseinrichtungen, sondern auch für außeruniversitäre Forschungsein richtungen also zum Beispiel Helmholtz oder Max Planck Institute die am Ende auch staatlich finanziert werden oder eben auch tatsächlich bis hin zur universitären Forschung.
00:14:34: Die Frage nach der Unabhängigkeit kam schon auf im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, etwa als es um die Herabstufung der Gefährlichkeit des Coronavirus ging und dass RKE aus nachvollziehbar wissenschaftlichen Gründen eigentlich für eine solche Herabstoffung war – Gesundheitsminister Lauterbach aber über Wochen davon absah.
00:14:55: Die Frage stellt sich aber auch mit Blick auf Entwicklungen in den USA, wo ein impfskeptiger Gesundheitsminister wird und wichtige Forschungsprogramme zusammengestrichen werden.
00:15:04: Und wer weiß, wer künftig einmal Gesundheitsminister oder Ministerin in unserem Land wird?
00:15:10: Also nochmal gefragt – wie unabhängig kann das RKI agieren?
00:15:14: Ja also es ist eine sehr interessante und wichtige Frage denke ich.
00:15:18: die stellt sich nicht nur für das Robert-Koch-Institut sondern einen Grunde ja für alle Ressortforschungseinrichtungen.
00:15:24: Da haben jetzt auch nicht nur wir uns Gedanken drum gemacht, sondern eben auch zum Beispiel der Wissenschaftsrat.
00:15:29: Und die Antwort ist da die Forschungsfreiheit, die ja grundgesetzlich garantiert ist.
00:15:35: Die gilt erstmal auch an Ressortforschungseinrichtungen und zwar mit gewissen, sagen ich mal Besonderheiten.
00:15:42: also wir können uns im Grunde nicht aussuchen Wie ein Wissenschaftler an der Universität beschäftige ich mich jetzt mit Staphylococken oder Streptococken, weil mir das eine irgendwie interessanter erscheint als das andere.
00:15:54: Sondern es ist schon so dass natürlich die Politik gewisse Fragestellungen hat und sie sagt dann uns ist eben wichtig, dass ihr euch um nicht übertragbar Krankheiten sage mal mentale Gesundheit kümmert oder dass ihr Euch um die Erradikation von Masern... Das ist ein politisches Ziel.
00:16:11: da wollen wir gerne hin.
00:16:13: richtet eure Forschung diese Richtung aus.
00:16:15: Also ihr könnt schon Vorgaben bekommen, was Forschung angeht.
00:16:18: Dann ist aber wichtig dass der eigentliche Forschungsprozess geht ja in den Auswahl der Methoden.
00:16:23: dann führt man Untersuchungen durch, Laborexperimente oder Erhebungen und dann interpretiert man seine Ergebnisse Und veröffentlicht dieser Ergebnisse auch in wissenschaftlichen Fachzeitschriften.
00:16:33: und dieser Forschungsanteil Der ist frei!
00:16:37: Der ist am Robert-Koch-Institut frei.
00:16:39: Da definiert es auch der Wissenschaftsrat, dass Ressortforschungseinrichtungen eben frei sind.
00:16:44: Und da waren ihre Methoden in der Durchführung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten und in der Interpretation der Ergebnisse.
00:16:51: Natürlich machen wir dann auch Stizien unsere Schlussfolgerungen und machen unsere Interpretations aus unseren Daten heraus.
00:16:59: Und natürlich kann die Politik mit den Ergebnissen wieder nicht das tun was wir sozusagen was unsere Schluss folgerungen sind.
00:17:07: Also sie können natürlich davon abweichen.
00:17:09: Und insofern glaube ich, dass schon lohnt sich darüber nachzudenken über Ressortforschungseinrichtungen an sich.
00:17:16: was haben die überhaupt für eine Aufgabe?
00:17:17: Ich glaube die Aufgabe ist sehr wichtig weil gerade auch Kontinuität einerseits eine Rolle spielt.
00:17:23: also manche Dinge machen wir seit dreißig Jahren also Überwachung von Infektionskrankheiten das kann auch nicht davon abhängen ob irgendein Forscher Interesse daran hat oder nicht.
00:17:32: es ist ne gesellschaftliche Aufgabe.
00:17:34: Insofern ist es auch richtig, dass es Institutionen gibt in denen so eine Aufgabe gestellt wird.
00:17:39: Aber die Frage wie machen wir das jetzt methodisch im Detail und wie interpretieren wir mit wissenschaftlich das jetzt bestimmte Ergebnisse rauskommen?
00:17:49: Das ist eben ein Vorgang der der Wissenschaftsfreiheit unterliegt und bisher habe ich das auch immer so wahrgenommen, So sehen und dass es da eigentlich keine Probleme
00:18:02: gibt.
00:18:02: Die Notwendigkeit und Bedeutung des RKI für die öffentliche Gesundheit ist in der Corona-Pandemie deutlicher geworden als je zuvor.
00:18:10: Es war die größte und schwerwiegendste Ausbreitung einer Infektionskrankheit seit Jahrzehnten.
00:18:15: Und plötzlich, war das Robert Koch Institut jeden Tag gefragt und musste Berichterstatten.
00:18:20: Doch die Pandemie zeigte auch muss erhebliche Lücken in der Datenlage gab.
00:18:25: Während es in anderen Ländern einfach war, die Folgen von Maßnahmen oder der Impfung live zu überwachen, zeigte sich dass das in Deutschland nicht ganz so einfach war.
00:18:34: Denn obwohl das RKI immer wieder darauf gedrängt hatte, es gab keine große ausgewählte Gruppe der Bevölkerung, die man regelmäßig und zu verschiedensten Aspekten ihrer Gesundheit zeitnah befragen und beobachten konnte.
00:18:46: Erst als die Pandemie vorbei war und die Gesellschaft erlebt hat wie es ist durch eine Pandemie zu steuern kam die Erkenntnis, wie wichtig das regelmäßige Monitoring der Bevölkerung ist.
00:18:56: Ja, das ist insofern eine Folge von Corona als dass es jetzt finanziert wird aber wir haben das schon viele Jahre vor Corona wollten wir gerne so ein Panel haben.
00:19:04: üblicherweise hat das Oberkoch-Institut Surveys gemacht d.h.
00:19:07: im bestimmten zeitlichen Intervallen Querschnittsstudien gemacht, querschnittsmäßig in der Bevölkerungen geguckt.
00:19:14: Wie geht's denn denen?
00:19:15: Wie ist die Gesundheit?
00:19:17: Und das heißt natürlich, man muss jedes Mal die Personen neu rekrutieren.
00:19:20: Man versucht dann auch den Teil der alten Personen noch mal wiederzufinden im Grunde, damit man sie im Verlauf hat.
00:19:26: Jetzt haben wir aber eine sogenannte Panel-Studie.
00:19:28: Das sind siebenvierzigtausend Personen, die sich da dankens Wetterbreise bereit erklärt haben diese regelmäßig zu ihrer Gesundheit entsprechend Fragen zu beantworten.
00:19:37: Da brauchen wir im Grund wenn wir die entsprechende Frage haben diese Frage nur einzuspeisen und haben darauf schon nach wenigen Tagen Antworten hätten wir sehr gern schon vorher gehabt.
00:19:47: So eine Panel-Studie, die konnte man mit Eigenmitteln nicht machen und Finanzierung von außen gab es damals nicht weil das vielleicht nicht so verstanden worden ist wo der Nutzen da war.
00:19:55: jetzt ist das da und dass es sicherlich von der Idee her keine Folge vom Corona aber von der Möglichkeit das zu realisieren.
00:20:02: schon
00:20:02: Corona offenbarte einige Schwächen des deutschen Systems, neben solchen Erfolgen wie der Entwicklung des Corona-PCR-Tests an der Charité im Labor von Christian Drosten.
00:20:11: Der ist gerade in die ersten Welle ermöglichter Ansteckungswege nachzuzeichnen und früher als in anderen Ländern zu reagieren und Menschenleben zu retten.
00:20:19: oder die Entwicklung der mRNA-Impfstoffe durch die deutsche Firma Biontech.
00:20:22: Doch wie gut diese zum Beispiel jenseits der Zulassungsstudien tatsächlich in der Bevölkerung wirkten war in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern immer etwas schwieriger zu ermitteln.
00:20:33: Das Land stand sich für die Beantwortung solcher Fragen manchmal einfach selbst im Weg.
00:20:38: Zulassung Studien sind das eine, aber muss ja auch gucken wie ist die Wirksamkeit hinterher in der Bevölkerung?
00:20:42: Warum können dass die Israelis so schnell und die Briten so schnell Und die Deutschen so langsam?
00:20:47: Das liegt eben daran, dass solche Daten an zentraler Stelle in Israel erfasst wurden die ganze Zeit und dann eben auch ausgewertet werden konnten.
00:20:56: Da in Israel wird es über.
00:20:58: Da gibt es vier Krankenkassen, die machen die Krankenversorgung.
00:21:00: Die haben alle Daten und stellen entsprechende Wissenschaftler ein, die sich die Daten angucken.
00:21:05: Bei uns sind die Daten verstreut gewesen.
00:21:09: Wir können als Robert-Koch-Institut natürlich eine Studie ansetzen.
00:21:12: Da haben wir auch getan, ist auch veröffentlicht.
00:21:15: Sogenannte KOSIC-Studie zur Wirksamkeit von Corona-Impfstoffen nur Studiendauern halt.
00:21:21: Dann muss man erst mal zu Ethik-Kommissionen das Studienprotokoll vorlegen.
00:21:25: Da muss man sich einen Partner suchen, weil es im RKI keine Patientenabteile umgibt.
00:21:30: Dann steigt man ein in die Datenaufnahme-Prospektiv.
00:21:33: Das geht dann ein paar Monate und da muss man uns noch publizieren.
00:21:36: Es dauert natürlich etwas.
00:21:38: also wir haben Daten Die sind auch nicht so eine große Gruppe als immer das gesamte Gesundheitssystem betrachtet.
00:21:44: aber Wir haben sie in der Regel dann etwa später.
00:21:47: Und eben Israel oder auch Großbritannien durch das nationale Gesundheitssystem des NHS Haben ja auch zentralen Zugriff auf die Daten können dann eben solche Untersuchungen schneller machen.
00:21:58: Und dieser Versuch, der ist jetzt in Deutschland durch die Zusammenführbarkeit von Daten zu verbessern – der ist ein ganz wichtiger Schritt hin.
00:22:07: Es gibt aber längst muss man klar sagen in Deutschland einfach unheimlich viele Stakeholder wie man ja so sagt nicht nur an.
00:22:14: drei, vier oder fünf Krankenkassen.
00:22:15: Ganz viele verschiedene Krankenhäuser in unterschiedlicher Trägerschaft dann die niedergelassene Ärzteschaft mit ihren Daten, die vertreten werden durch die KV und so weiter und sofort.
00:22:26: das muss man erst mal alles unter einen Hut kriegen.
00:22:29: Das ist ein zentralisierten System sehr viel einfacher Und deswegen waren die in dieser Situation auch schneller.
00:22:36: aber ich glaube dass haben viele jetzt auch gesehen und deswegen läuft es im Moment eigentlich auch.
00:22:40: Was so die Zukunft der Datenerfassung angeht in Deutschland oder Europa, ist das eigentlich alles sehr vielversprechend.
00:22:46: Man hört ein bisschen heraus wie kompliziert es in Deutschland war, während der Pandemie die nötigen Daten zusammenzubekommen.
00:22:57: Auch wenn manche behaupten, die Pandemie wäre nie richtig aufgearbeitet worden.
00:23:02: im RKI will man schon wissen was gut und was schlecht gelaufen ist.
00:23:07: Dafür gibt es verschiedene Formate, in denen die Maßnahmen diskutiert werden oder externe Expertinnen und Experten ihre Sichtweisen präsentieren können.
00:23:15: Ja selbstverständlich also mehrere Aktivitäten.
00:23:18: Also ein wichtiges Instrument sind zum Beispiel After Action Reviews.
00:23:21: das ist so ein, sage ich mal standentes Vorgehen wie es die WHO vorschlägt.
00:23:26: Das haben wir an mehreren Stellen gemacht auch mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst also auch mit unseren Schnittstellen sozusagen Wo ist was gut gelaufen und wie kann man das in Zukunft verbessern?
00:23:35: Da ist auch eine ganze Reihe publiziert worden von diesen After Action Reviews, um nur mal ein Beispiel zu nennen solche Flughäfen wo eben internationaler Verkehr ankommt.
00:23:45: Wie ist es da gelaufen, was kann man da verbessern usw.
00:23:49: Dann hatten wir im letzten Oktober hier am Robotkoch Institut einen zweitägigen Workshop mit externen Wissenschaftlern auch, wo wir unsere eigenen Aktivitäten nochmal sozusagen bespiegelt haben und kritisch hinterfragt haben.
00:24:04: Da sind wir im Moment dabei, die Ergebnisse auch noch zusammenzustellen.
00:24:07: Das ist also noch nicht ganz abgeschlossen aber dieser Workshop mit externen Experten war uns eben sehr wichtig.
00:24:13: das war eben auch ein Feedback von außen letztendlich bekommen.
00:24:17: dann ist ja auch eine zweite wichtige Aktivität bereits angelaufen Die Überarbeitung des nationalen Pandemieplans.
00:24:26: da sind jetzt nicht Wir-Feder für das macht das Bundesministerium für Gesundheit.
00:24:30: Aber dort stellt man sich natürlich auch die Frage, an welchen Stellen müssen wir den nationalen Pandemieplan verbessern?
00:24:37: Eine wichtige Schlussfolgerung ist zum Beispiel.
00:24:39: Wir hatten früher einen nationalen Influencer-Pandemie-Plan und keinen nationalen Coronapandemie planen.
00:24:45: also wir müssen ein Grunde einen Plan machen der für akute Atemwegserreger Epidemin oder Pandemien tauglich ist.
00:24:55: Wir haben damals ja den Influenzepandemieplan auch angepasst mit einem speziellen Addendum in der Anfangszeit der Corona-Pandemie, sodass dann die Spezifitäten von Corona eben mit aufgefangen waren.
00:25:07: Das soll jetzt aber insofern aufgefahren werden, dass es also erst mal einen generalisierten Pandemieplan gibt für Atemwegserreger wo dann eben sozusagen wenn sie so wollen Anhänge dran sind für die verschiedenen Erreger und deren Spezivitäten.
00:25:20: Also ist eine Schlussfolgung daraus da wird natürlich auch eben auf dem Weg, einen neuen Plan zu erstellen.
00:25:27: Natürlich auch reflektiert was es eben besser zu machen als in der Vergangenheit.
00:25:32: und dann ist es natürlich so dass das auch die Aktivitäten die jetzt hier auf der Bundesebene beziehungsweise Bundestag bei der Enquetekommission laufen, dass wir natürlich auch dazu arbeiten.
00:25:43: Mit unseren Berichten die wir so haben mit Stellungnahmen und mit weiteren was wenn es angefordert
00:25:48: wird.".
00:25:49: Das
00:25:49: alles dient dazu beim nächsten mal besser vorbereitet zu sein und die Ausbreitung eines Erregers effektiver zu bekämpfen.
00:25:56: Wann das nötig sein wird kann niemand vorhersagen.
00:25:59: Das sieht bei einem anderen großen Problem schon ganz anders aus – Die Klimakatastrophe!
00:26:05: Darauf steuert die Mensch hat offenen Auges zu Eine Katastrophe, die sich zeitweise in Zeitlupe aber immer wieder auch in unbändiger Heftigkeit entwickelt.
00:26:14: Die Auswirkungen und für die Gesundheit sind auf vielen Ebenen immens – in vielen Bereichen lebensbedrohlich!
00:26:20: Das Robert-Koch-Institut hat die Klimakatastrophen natürlich auf dem Schirm, denn es bedroht im wahrsten Sinne des Wortes «die öffentliche Gesundheit».
00:26:28: Der Klimawandel hat breit auf die Gesundtheiteinfluss und insofern messen wir natürlich oder können auch messen.
00:26:36: Bei Fortschreit im Klimawandel werden wir dann auch sicherlich mehr messen in unseren verschiedenen Systemen, wie dieser Einfluss ist.
00:26:41: Also kann man halt beginnen bei den Infektionskrankheiten, Vektor übertragende Erkrankungen.
00:26:46: Vektoren sind zum Beispiel Zecken oder Mücken.
00:26:48: mit zunehmender Wärme gibt es einmal die Möglichkeit dass solche Vektorn zu uns kommen, die vorher hier nicht waren und die sozusagen dann kompetent sind bestimmte Räger zu übertragen.
00:27:00: Oder aber auch bei Vekturen das ist zum Beispiel ein Westnilfieber der Fall also Mücken, die eigentlich immer bei uns sind Kulex-Arten, die können sich eben auch mit dem Westnil Virus infizieren.
00:27:11: Normalerweise kann das aber nicht überwintern in Deutschland.
00:27:15: Jetzt wird es wärmer und gelingt in bestimmten Regionen in Deutschland auch dass sie sozusagen überwinternt und damit haben wir das Virus eigentlich in Deutschland nicht nur mal im importierten Fall sondern dauerhaft.
00:27:27: Das ist zum Beispiel eine Geschichte andere Geschichten.
00:27:31: Bei Zecken kann man auch sagen, es gibt bestimmte Erregerarten die nur von bestimmten Zecken übertragen werden.
00:27:36: Diese Zecken haben eine gewisse Tendenz aus dem Orient über Südosteuropa sich nach Norden auszubreiten.
00:27:43: noch sind sie nicht hier aber kann schon noch kommen.
00:27:46: oder aber auch im Bereich der nicht übertragbaren Krankheiten Allergene neue Pflanzen die da sind die Allergene letztendlich freisetzen die den ganz neuen Atemwegsinfektionen zum Beispiel machen mehr Sonnenscheintage, mit einem höheren Hautkrebsrisiko.
00:28:04: Auch das darf man nicht außer Acht lassen.
00:28:07: oder eben Hitze.
00:28:07: Das ist ja der Klassiker, dass Hitze eben dann auch eine erhöhte Sterblichkeit mit sich bringt.
00:28:12: Es ist der Sachstandsbericht ich habe mich hier zufällig auf den Schreibtisch liegen Klimawandel und Gesundheit.
00:28:18: Das es sehr umfassend und enthält eben auch zu den Einzelaspekten die ich gerade gesagt hab jeweils konkrete Handlungsempfehlungen.
00:28:25: also was kann man tun?
00:28:27: Um hier die Gefahren künftig sagen wir mal, zu minimieren.
00:28:31: Ganz beseitigen wird man sie wahrscheinlich nicht können.
00:28:33: also die Risiken zum Minimieren und das spricht eben letztendlich doch ganz unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft ein.
00:28:40: es gibt manche Dinge die wird man nur als gesamtstaatliche Anstrengung erledigen können.
00:28:45: also zb Städtebau als Beispiel um um Hitzebelastungen Städten abzubauen.
00:28:51: Das kann auch des Robert-Koch-Institut ja schlecht sagen das wird jetzt gemacht sondern da sind halt im Grunde so echter Helds.
00:28:57: in Out Policies ansatz kann auch die Gesundheitsseite alleine nichts machen.
00:29:02: Muss ein Umdenken stattfinden, muss halt berücksichtigt werden mehr Grünflächen, weniger Versiegelung und so weiter.
00:29:08: und sofort bis hin zu Verhalten.
00:29:11: also jetzt wenn wir an Zecken denken das kann man oft viel über Verhalten steuern also Verhaltensprävention da ist wieder die Kommunikation ganz wichtig.
00:29:18: der wäre das B-Work zum Beispiel auch eine wichtiger Partner.
00:29:22: bis hin zur Hitzeschutzplänen wo wir sozusagen ja nicht den Hitzeschutzplan für die Stadt Regensburg oder Köln schreiben.
00:29:30: Aber wo wir mitgearbeitet haben, an einem Hitzeschutzplan der sozusagen einen Hitzschutzrahmenplan ist, an dem sich alle orientieren
00:29:37: können.".
00:29:38: Der Sachstandsbericht ist gespickt mit zahllosen Einzelempfehlungen die natürlich nicht das RKI umsetzen kann weil da sein gesetzliches Mandat endet.
00:29:46: Die Umsetzung müssen andere übernehmen ob auf Kommunen Länder- oder Bundesebene.
00:29:51: Das RKI kann die Empfehlung nur vermitteln.
00:29:54: Dazu ist Kommunikation eben auch ganz wichtig Und das versuchen wir auch zu tun, indem wir unsere Erkenntnisse, die wir aus dem Sachstandsbericht haben oder die wir da zusammengefasst haben.
00:30:04: Die sich natürlich aber weiterentwickeln und gezielt weiter distribuieren, also kommunizieren unter die Leute bringen – auch im Richtung Gesundheitsbehörden auf den verschiedenen Ebenen bis zur Politik.
00:30:18: Wir haben eben in der Abteilung zwei in unserem Institut eine Geschäftsstelle Klimawandel und Gesundheit die hier die Aktivitäten zusammenfasst und die auch dann für die Kommunikation der wissenschaftlichen Inhalte nach außen heben zuständig
00:30:33: ist.
00:30:38: Und damit sind wir am Ende dieser Folge, das war der Igel-Podcast – den Podcast für eure Gesundheit, Selbstzahlerleistungen und evidenzbasierte Medizin.
00:30:48: Empfehlt uns bitte weiter, gebt uns Sterne wenn es euch gefallen hat und abonniert uns wo immer ihr auch Podcast hört!
00:30:55: Das wars für heute.
00:30:56: mein Name ist Markus Anhäuser.
00:30:58: Macht's gut, bis zum nächsten Mal.
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